#12von12 im März oder: Ich spiele auch mal mit.

Ich verfolge ja schon länger bei vielen von mir geschätzten Personen mit Freuden das kleine #12von#12-Spielchen auf Instagram, was  immer am 12. eines Monats gespielt wird. Und da der 12. im März 2016 auf einen Samstag fiel, habe ich gestern auch einmal mitgespielt.

Ich war eine Dreiviertelstunde vor meinem Wecker wach, der für einen Samstag sowieso schon ungewöhnlich früh losgehen sollte. Dann bin ich aufgestanden und habe den üblichen morgendlichen Blick von meinem Balkon über das Univiertel mit der Ludwigskirche geworfen. Es war etwas grau.

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Dann habe ich mir in meiner Lieblingstasse einen Lady Grey Tea gemacht. Die Tasse habe ich 1999 in einem Urlaub auf Malta im Ta’ Qali Crafts Village bei Bristow Potteries erworben und ich schätze ihre Haptik, ihre Schönheit und ihr Handling.

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Dann ging es auch schon aus dem Haus, denn der Grund, warum mein Wecker so früh klingeln sollte, war, dass ich als Umzugshelfer bei einer Freundin zugesagt hatte. Seit ich beim Umzug meines besten Freundes vor ein paar Jahren die Vorzüge von vernünftigen Handschuhen bei schweißtreibenden Tätigkeiten kennengelernt habe, habe ich sie bei jedem Umzug dabei, fast wie so ein Professioneller.

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Da die Umzuziehende sehr gut vorbereitet war, war der Transporter nach knappen anderthalb Stunden nach Beginn auch schon fertig beladen und sie konnte ihre lange Fahrt gen Norden beginnen.

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Zuhause legte ich mich noch einmal für ein Nickerchen hin und lungerte dann noch mit etwas Lektüre unter der kuscheligen Bettdecke herum. Ich mag Gundel Gaukeley einfach.

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Dann ging es auf die nicht ganz gewöhnliche Einkaufsrunde, denn ich entdeckte, dass meine Lieblingseisdiele Ballabeni wohl just an diesem Tage die diesjährige Saison eröffnet hatte und beschloß, dass die Qualität stante pede überprüft werden müsse. Das Mango-Maracuja-Sorbet mitsamt Probierlöffelchen Kokosnuss-Sorbet hielten der geschmacklichen Untersuchung stand und auch der Kugelpreis hatte sich im Vergleich zu 2015 nicht erhöht.

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Dann ging es weiter Richtung Supermärkte in der Türkenstraße, aber nicht ohne dass ich mir noch schnell die Ausstellung “SIXPACK” von Olaf Metzel in der Galerie Klüser 2 angeschaut habe, da ich die Vernissage verpasst hatte. Im Bild das Werk “Rationalismo (2)” von 2016.

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Danach nun also die Einkäufe. Als diese fertig verstaut waren, schaute ich mir via Sky Go die erste Halbzeit des Bundesligaspiels zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FC Augsburg an, die miserabel für den von mir sympathisierten Vereins an Lech und Wertach verlieft, woraufhin in beschloß, bereits in Richtung des Stadions am Kurt-Landauer-Weg aufzubrechen.

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Ein Pflichtstopp vor jedem Bayernspiel ist der Durstlöschzug bzw. das U-Bahn-Stüberl am U-Bahnhof in Fröttmaning, da trifft man auf vielen bekannte Gesichter regelmäßiger Stadionbesucher und Bayernfanszenler.

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Der sportliche Wettstreit zwischen dem FC Bayern München und Werder Bremen wurde von den Gastgebern in Rot ebenso verdient wie souverän mit 5:0 gewonnen, aus der Mannschaft ragten Kingsley Coman, Thiago und der unvergleichliche Thomas Müller heraus. Trotz der Kälte wieder mal ein erquicklicher Stadionbesuch.

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Nach einem kurzen Stopp am Stand des Club Nr.12 ging es dann nach Hause, wo sich meine charmante Stadionbegleitung und ich mit einer von ihr vorbereiteten Erbsensuppe mit Kartoffeln und Wienerle aufwärmten und stärkten.

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Dann ging es auch schon ins Bett mit der passenden Lektüre. Wie der Autor bereits selbst dazu sagte.

“A nocturnal state…That is what I want to convey: what goes on in a dream, or during a dream.” (James Joyce)

Seit mich letztes Jahr ein Besuch der James Joyce Foundation in Zürich dazu brachte, endlich den “Ulysses” fertigzulesen, beschloss ich den Rat der Joyce-Koryphäe Fritz Senn (“Take the shortcut: just read the book.”) auch weiterhin zu befolgen und endlich “Finnegans Wake” zu lesen. Das Buch hatte ich mir zu Studienzeiten im jugendlichen Übermut gekauft, nachdem ich “Gravity’s Rainbow” von Thomas Pynchon niedergerungen hatte. Damals habe ich dann nach einer halben Seite aufgegeben. Heute genieße ich es, die sprachliche Mehrdeutigkeit zu ergründen, mich im Klang und den Assoziationen zu verlieren und, schlußendlich, einfach zu lesen.

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Andere Leute machen das mit #12von12 schon viel länger und viel toller als ich, und wer mag, kann die Richtigkeit meiner Aussage hier überprüfen.

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One thought on “#12von12 im März oder: Ich spiele auch mal mit.

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