Yesterday Once More: #MixtapeMit16

Der Tim ist super. Einfach generell super. Aber auch gerade jetzt, weil er mich auf das #MixtapeMit16-Ding vom Marco aufmerksam gemacht hat, als er sein Mixtape veöffentlicht hat. Also habe ich jetzt auch mal etwas zusammen gemischt, was ich mit 16 gehört habe oder zumindest gehört haben könnte, hätte ich diese 2 x 45 Minuten Kassette mal aus meiner CD-Sammlung oder dem Radio so aufgenommen. Und ich während ich daran gemischt habe, hat Stefan sein Tape veröffentlicht und ich fand seine Idee super, die Auswahl zu kommentieren; also habe ich das auch gemacht.

Seite A:

  1. Redd Kross – Jimmy’s Fantasy (3:45)
    Fangen wir doch mit ein bisschen Teenage Angst an. Ich habe Redd Kross damals als Vorband auf dem Stone Temple Pilots Konzert im Terminal 1 in München gesehen und war hellauf begeistert. Bis heute ist mir nicht klar, warum diese großartige Band nicht mehr Erfolg hatte. Egal, eine meiner absoluten Lieblingsbands und jeder, der sie kennt und mag, hat bei mir einen fetten Stein im Brett.
  2. Smashing Pumpkins – Today (3:19)
    Ich muss das Video irgendwann mal auf MTV gesehen haben, wahrscheinlich bei “120 Minutes” oder “Alternative Nation” und schon wieder gab es einen Song, der meinem pubertierenden Selbst aus der Seele zu sprechen schien.
  3. New Model Army – Green and Grey (5:47)
    Was habe ich die “Thunder and Consolation” von New Model Army rauf und runter gehört. Die Melancholie und die Sehnsucht haben mich gepackt und “Green and Grey” steht exemplarisch dafür. Ich erinnere mich noch genau, wie ich eine ganze dreistündige Autofahrt durch die Sierra Nevada von Malaga nach Granada die Kassette im Walkman hatte, weil ich alleine auf dem Rücksitz saß und nicht mit  meinen Eltern vorne reden wollte. Die Sierra Nevada ist jetzt für mich auf ewig mit New Model Army verknüpft.
  4. Sisters of Mercy – Temple of Love (7:42)
    Danke an Flo Schneller und Konsorten, die mir die Sisters nähergebracht haben und auch zurecht darauf insistierten, dass man doch die Original-Version hörte und nicht die verhunzte Version “Temple of Love ’92”.
  5. Stone Temple Pilots – Sex Type Thing (3:38)
    Auch so eine MTV-Entdeckung und schön aggressiv, also zumindest für meinen damaligen Geschmack. Und außerdem habe ich dank den Stone Temple Pilots Redd Kross kennengelernt (siehe oben). Ewige Lobpreisung dafür.
  6. Therapy? – Screamager (2:36)
    So much Teenage Angst. Aber ich war halt schüchtern und unsicher und hatte viel mit mir selber zu kämpfen und Musik war zuweilen wie eine Therapie(?) für mich.
  7. The Offspring – Self Esteem 4:17
    War ein absolutes Muss auf jeder Party und wir sind zuverlässig dazu abgegangen. Und ich bleibe auch dabei, egal wie sie später abgebaut haben, mit “Smash” haben The Offspring ein fast komplett durchgängig starkes Punkalbum geschaffen.
  8. Bad Religion – Incomplete 2:28
    Natürlich gibt es bessere Alben von Bad Religion als “Stranger than Fiction”, aber das war die erste Scheibe, die ich mir gekauft hatte und dann meine Sammlung nach und nach rückwärts erweiterte. Und der Opener “Incomplete” hat bei mir gleich innerlich resoniert.
  9. Die Ärzte – Schrei Nach Liebe 4:13
    Lief damals in den Charts. Dadurch habe ich die Ärzte kennengelernt und es nicht bereut.
  10. Onyx – Slam (Bionyx Remix) 3:41
    “SLAM! Dö-dö-döp! Let the boys be boys. SLAM! Dö-dö-döp! Let the boys be boys.” Der Biohazard-Remix des Raptracks von Onyx war ein großer Moment für das Crossover-Genre.
  11. House of Pain – Jump Around (3:37)
    “Pack it up, pack it in, let me begin …” Manchmal will ich doch ganz gerne Hip Hop, so wie er früher war. Und springen. Herumspringen. Und rauf und runter springen.

Gesamtlänge Seite A: 45:03 min.

Seite B:

  1. Oasis – Whatever (6:21)
    Ja, Oasis hatten mich mit der frühen Single “Whatever” irgendwie erwischt. Außerdem stand es mir ja frei, zu tun, was auch immer ich wollte, selbst Oasis hören.
  2. R.E.M. – Nightswimming (4:16)
    “Automatic for the People” ist ein ziemlich großartiges Album und der Track “Nightswimming” hat mir fast am besten getaugt. Soweit, dass ich mal im Urlaub am White Beach von Boracay nach dem Abendessen mal im Dunkeln ins Wasser ging, weil ich nachtschwimmen wollte.
  3. Heather Nova – Walk This World (3:49)
    Tolle Frau, tolles Lied. Ich wäre damals gerne mit ihr durch die Welt gegangen.
  4. The Cranberries – Zombie (5:06)
    Was will man machen, das Lied lief ständig auf allen Kanälen und war ziemlich gut, und irische Bands gehen ja eigentlich eh fast immer.
  5. Wet Wet Wet – Love Is All Around (3:59)
    Ah, das Cover des Troggs-Songs aus “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”. Liebe war wohl tatsächlich überall um mich rum, doch leider nicht bei mir (siehe Seite A oben).
  6. Crash Test Dummies – Mmm Mmm Mmm Mmm (3:55)
    Das war aber auch ein Ohrwurm. Und so leicht mitzusingen.
  7. Rednex – Cotton Eye Joe (3:14)
    Now is the time on “Sprockets” when we dance. Das Lied durfte auf keiner Party fehlen und wir sind dazu abgegangen. Zurecht, wie ich meine.
  8. Reel 2 Real – I Like To Move It (3:51)
    Keep on dancing, people! Keine Ahnung, was aus dieser Band geworden ist, aber ich mochte es, mich zu diesem Song zu bewegen. Damals war ich aber auch noch “physically fit, physically fit, physically, physically, physically fit”.
  9. Monty Python – Every Sperm is Sacred (4:34)
    Ich habe “Monty Python Sings” so oft im Walkman gehabt, dass ich heute noch fast alle Lieder auswendig mitsingen kann. Und ich wollte halt nicht das offensichtliche “Always look on the bright side” aufs Tape tun.
  10. Deep Purple – The Battle Rages On (5:56)
    Im Herbst 1993 hatte ich Deep Purple zum ersten Mal live gesehen, und das sogar noch im Originallineup. Es war das 25-jährige Bandjubiläum und die “Battle Rages On”-Tour. Es mag zwar nicht das besten Album gewesen sein, aber es war das erste, was ich mir selber gekauft hatte. Und der Titeltrack haut auch gut rein.

Gesamtlänge Seite B: 45:00

P.S.: Ich wollte eigentlich je eine Spotify-Playlist für Seite A und Seite B anlegen, aber bin schon beim ersten Lied gescheitert, weil es das Album “Phaseshifter” von Redd Kross nicht auf Spotify gibt. Dicker Minuspunkt, Spotify.

Update: Weil Spotifiy zumindest teilweise heftigst saugt, habe ich jetzt einfach zwei YouTube-Playlists gemacht. Booyah!