Ein trauriges Gedicht …

Im Mai 2012 habe ich ein Gedicht geschrieben, nur für mich ganz alleine. Um mit meinem damaligen Schmerz umzugehen. Ich habe es erst Ende 2012 mit meinen engsten Freunden geteilt, weil ich die Geister exorzieren wollte. Und am Samstag habe ich den Zettel mit dem Gekritzel beim Putzen gefunden. Ohne zu wissen, daß ich am Sonntag etwas ähnliches fühlen würde und es auch jetzt noch tue. Jetzt teile ich es mit euch. Vielleicht hilft es ja.

Dahoam

Des roten Südens tausend Kehlen
sind verstummt ob blauem Stahl
Es quält die mannigfaltig leeren Seelen
als stünden sie am Marterpfahl

Ein Tag, so wunderschön begonnen,
endet traurig und verdorrt
Der süß’ Triumph ist nun zerronnen
Die stolze Heimat wird zum Schreckenshort

Weiter, immer weiter … weiter
heißt der Trotz uns leise sagen
Aber der Schmerz, jetzt ständig Wegbegleiter,
läßt uns zagen, dennoch zagen